Der Palio von Siena:jedes Jahr am 2. Juli und 16. August wird das Rennen des Palio auf der Piazza del Campo veranstaltet. Der Palio besteht aus dem Hofstaat der 17 sienesischen Contraden (Stadtteile), der in herrlichen, aufwaendigen Kostuemen aus der Rennaissancezeit durch die Stadt zieht und natuerlich dem Pferderennen . Die Pferde werden ohne Sattel geritten. Da dieses Rennen mit grosser Verbissenheit durchgefuehrt wird, haben sich schon haeufig dramatische Vorfaelle ergeben.

Der „Scoppio del Carro“ in Florenz: Ostersonntag. In der Kirche der SS:Apostoli (heiligen Apostel) wird ein Feuer entzuendet, durch das Aufeinanderreiben zweier Steine des S.Sepolcro (hlg.Grabes) ueber einigen Kohlsteinen, die sich in einer besonderen Urne aus Kupfer und Silber aus dem 17. Jhd. befinden. Gleichzeitig verlaesst der Hofstaat in Kostuemen der Rennaissance gekleidet und geleitet von dem Buergermeister das Stadthaus und richtet sich zum Dom. In der Zwischenzeit ziehen vier Ochsen den Karren mit dem heiligen Feuer von der Porta a Prato Richtung Dom.
Der meist erwartete Moment dieses Tages spielt sich jedoch waehrend des Gloria der Messe im Dom ab: mit dem heiligen Feuer entzuendet der Bischof den Mechanismus der „Colombina“ (der Taube aus Pappemache’ und Gips.
Dadurch werden zwei Reaktionen hervorgerufen: im ersten Moment muss die Flamme ein zweites Feuer entzuenden, welches der Taube den Anstoss gibt, um den ganzen Weg bis zurueck zum Altar in einem Schwung zu bestreiten.
Wenn diese Phase den richtigen Ablauf findet , bedeutet dies ein gutes Zeichen fuer die Landwirtschaft: ihre jaehrliche Ernte wird guten Ertrag bringen.
Die zweite Reaktion ist das entzuenden einer Kettenreaktion von Feuerwerkskoerpern; zwischen Knallern und Rauch erreicht die Lunte den oberen Teil des Karren, die letzte Explosion verursacht das oeffnen vierer Fahnen, die nun beginnen sich schwindelerregend zu drehen.
Insgesamt gesehen eine antike Tradition, die man nicht verpassen sollte.





Fälle in Toskana